Symphonieorchester Vorarlberg
 
Claire Huangci: frischgebackene Gewinnerin des Concours Géza Anda 2018

Und wieder einmal hat Thomas Heißbauer mit dem Engagement einer jungen Musikerin ein gutes Gespür bewiesen: Die amerikanische Starpianistin chinesischer Abstammung, Claire Huangci, Solistin des ersten Abo-Konzerts am 29. und 30. September, gewann jüngst in Zürich den renommierten Concours Géza Anda 2018. Neben dem ersten Preis wurde die 28-Jährige zusätzlich mit dem vom Musikkollegium Winterthur gestifteten Mozart-Preis ausgezeichnet.

Das Piano war für Claire Huangci zunächst nicht mehr als ein Möbelstück in ihrem Elternhaus in Philadelphia. Das Klavier spielen habe sie anfangs gehasst, wie sie in verschiedenen Interviews freimütig äußerte. Längst aber liebt sie ihr Instrument. Und beherrscht es virtuos. Claire Huangci hat im Alter von sieben Jahren mit dem Klavierspiel begonnen, mit neun Jahren hat sie bereits eine internationale Karriere mit Konzertauftritten, Stipendien und Preisen gestartet und die Musikwelt mit ihrem Spiel schon früh in Staunen versetzt.

Sie studierte am Curtis Institute of Music in Philadelphia, wo sie wichtige Impulse von ihren Lehrern Eleanor Sokoloff und Gary Graffman erhielt. 2007, im Alter von 17, kam sie nach Hannover und schloss ihre Ausbildung bei Arie Vardi an der Hochschule für Musik, Theater und Medien ab. Am Anfang ihrer Karriere wurde Claire Huangci als ausdrucksstarke Interpretin von Chopin bekannt. Sie gewann die Chopin-Wettbewerbe Darmstadt 2009 und Miami 2010.

2011 wurde sie als jüngste Teilnehmerin beim Internationalen ARD-Musikwettbewerb mit dem zweiten Preis ausgezeichnet. Von der internationalen Presse und Kritik hochgelobt, beeindruckt Claire durch ein ungewöhnlich breites Repertoire, das auch zeitgenössische Werke beinhaltet. Der Künstlerin wird immer wieder Virtuosität, Souveränität und große Wandlungsfähigkeit attestiert.

Claire Huangci hat weltweit in bedeutenden Konzertsälen wie der Carnegie Hall New York, dem Wiener Konzerthaus oder der Symphony Hall Osaka gespielt. Sie war Partnerin zahlreicher internationaler Orchester, hatte Auftritte bei Festivals und war auf ausgedehnten Konzerttouren. Ein Höhepunkt in der vergangenen Saison war ihr Solo-Debüt in der Elbphilharmonie Hamburg.

Die aktuelle Auszeichnung, beim seit 1979 alle drei Jahre im Rahmen der Festspiele Zürich stattfindenden Klavierwettbewerb Concours Géza Anda, belegt die eindrucksvolle Entwicklung des damaligen Wunderkindes zur reifen Künstlerin. Claire Huangci hat sich beim Wettbewerb, der als einer der anforderungsreichsten gilt, bei vier Prüfungen unter 120 PianistInnen aus 23 Ländern durchgesetzt. Eine siebenköpfige internationale Jury hat der in Hannover lebenden Pianistin den mit 30.000 Franken dotierten Preis zuerkannt.

Huangci ist bereits drei Mal mit dem Symphonieorchester Vorarlberg aufgetreten. Zuletzt hat sie das Vorarlberger Publikum 2015 beim Eröffnungskonzert für das neue Montforthaus in Feldkirch begeistert. Auf die nun erneut anstehende Zusammenarbeit und ihren Auftritt mit dem SOV und Dirigent Adrian Prabava beim ersten Abo-Konzert am 29. und 30. September darf man sich also jetzt schon freuen.

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