Symphonieorchester Vorarlberg
 
Abo 2 mit Frauenpower
und dem Traum von Freiheit

Die beiden Konzertabende am 20. Oktober im Festspielhaus Bregenz und am 21. Oktober im Montforthaus Feldkirch stehen ganz im Zeichen einer erfolgreichen Frau und einer doppelten Premiere: Die Estin Anu Tali dirigiert nicht nur erstmals das Symphonieorchester Vorarlberg, sie ist auch die erste Frau, die den Klangkörper bei einem Abo-Konzert leitet. Im Mittelpunkt des Programms steht die Freiheit – als Kampf und als Traum.

Zur Aufführung kommen anlässlich des
100. Geburtstags des österreichischen Komponisten Gottfried von Einem dessen Revolutionsdrama „Dantons Tod“ sowie das ergreifende Cellokonzert von Schostakowitsch und Tschaikowskys erste, bereits bei ihrer Uraufführung auf Anhieb umjubelte Symphonie „Winterträume“. Der junge Weltklassecellist Alexey Stadler bringt für die Interpretation der Komponisten seiner russischen Heimat den Blick von innen mit.



Eigentlich wollte sie Astronautin werden, hat Anu Tali einmal in einem Interview verraten. Als Musikerin, so gesteht sie, hat sie ihren Jugendtraum doch ein Stück weit verwirklicht, denn auch in der Musik entdecke sie ständig neue Welten. Und am Dirigieren fasziniere sie das Repertoire, aber auch die Farbigkeit und der Reichtum des Klanges. Die 1972 in Tallinn geborene Tali hat in ihrer Heimatstadt zunächst Klavier, später Dirigieren studiert. 1997 gründete sie das Nordic Symphony Orchestra, um die kulturellen Kontakte zwischen den nordischen Nachbarländern zu fördern. Dem Orchester gehören 90 Musiker aus 15 Ländern an, die Programme schneidert die Dirigentin den Mitwirkenden quasi auf den Leib.


International ausgezeichnet, weltweit engagiert
Viele der neuen, aufstrebenden Dirigentinnen und Dirigenten kommen aus Estland. Anu Tali gilt als eine der faszinierendsten Erscheinungen unter ihnen. Sie verkörpert eine junge Generation, die frische Ideen in die Musik bringt. Mehrfach international ausgezeichnet, hat sie unter anderem für ihr 2002 veröffentlichtes Debüt-Album „Swan Flight“ den ECHO Klassik in der Kategorie „Young Artist of the Year“. Weltweite Engagements als Gastdirigentin haben sie ans Pult von renommierten Orchestern wie dem Tokyo Philharmonic Orchestra, dem Orchestre National de France, dem New Jersey Symphony Orchestra, dem Mozarteumorchester Salzburg oder dem Deutschen Symphonieorchester Berlin geführt.

Weltklasse ist auch der Solist der beiden Konzertabende, der junge russische Cellist Alexey Stadler. Bekannt als hervorragender Kammermusiker, hat er bereits mit renommierten Orchestern wie den Münchner Symphonikern, dem Irish Chamber Orchestra oder dem Qatar Philharmonic Orchestra gespielt. Stadler ist auch mit namhaften Dirigenten wie Dmitrij Kitajenko, Valery Gergiev und Marek Janowski aufgetreten.


Russischer Winter
Wenn die slawische Seele, Winterträume und der Traum unterdrückter Völker von Freiheit das Programm des zweiten Abo-Konzerts bestimmen, dann sind Alexey Stadler und Anu Tali die ideale Besetzung. Die Opern des österreichischen Komponisten Gottfried von Einem, der in diesem Jahr seinen 100. Geburtstag gefeiert hätte, kehren derzeit vermehrt auf die Bühnen zurück. Das SOV führt die Orchestersuite aus seinem Revolutionsdrama „Dantons Tod“ auf, in dem die Helden der Französischen Revolution von großer Freiheit träumen, die in der Realität aber in blutigem Terror endete.

Im Sommer 1959 schrieb Dmitri Dmitrijewitsch Schostakowitsch sein erstes Cellokonzert, das von Schwermut, Trauer und Aufbegehren erzählt. Der russische Komponist, der ein singuläres Werk geschaffen hat, war Staatskomponist zu Stalins Zeiten und konnte seiner Auflehnung und Kritik nur verborgen in der Musik Ausdruck verleihen.

Pferdeschlitten, die klingelnd durch tief verschneite Wälder fahren, alte Märchen und Legenden, die zum Leben erwachen: Das Bild einer Winterreise mit lichtem Ende beschwört Tschaikowskys erste Symphonie „Winterträume“ hervor. Die Themen des 1866 vollendeten Werks sind Melodien aus der Volksmusik nachempfunden und unüberhörbar russisch. In prächtigen Orchesterfarben zeichnet der Komponist den Traum vom Frühling, der aus der neblig-rauen Winternacht ins vitale Leben führt.



KONZERT 2
Samstag, 20. Oktober 2018, 19.30 Uhr, Festspielhaus Bregenz
Sonntag, 21. Oktober 2018, 19.30 Uhr, Montforthaus Feldkirch

Anu Tali: Dirigentin
Alexey Stadler: Violoncello

Gottfried von Einem: Dantons Tod – Orchestersuite op. 6a
Dmitri Dmitrijewitsch Schostakowitsch: Cellokonzert Nr. 1 Es-Dur op. 107
Peter Iljitsch Tschaikowsky: Symphonie Nr. 1 g-moll op. 13, „Winterträume“


Freier Kartenverkauf:
Bregenz Tourismus unter +43 5574 4080
Feldkirch Tourismus unter +43 5522 73467
in allen Vorverkaufsstellen von v-ticket
in allen Filialen der Volksbank Vorarlberg
sowie direkt beim SOV unter +43 5574 43 447 oder per Mail an office@sov.at
oder über die Ticket Gretchen App

Ermäßigungen:
Ermäßigungen für Ö1 Clubmitglieder, SchülerInnen, Studierende und Menschen mit Behinderung
Ticket Gretchen unter 27: 11 Euro ab 27 Stunden vor Konzertbeginn für alle unter 27 Jahren

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