Symphonieorchester Vorarlberg
 
„Die Freude der Vorarlberger, ins Konzert zu gehen…“

Seit Mitte September ist Sebastian Hazod der neue Geschäftsführer des Symphonieorchester Vorarlberg. Der 32-jährige Oberösterreicher war in den vergangenen zwei Jahren Orchestermanager beim Württembergischen Kammerorchester Heilbronn und folgt auf Thomas Heißbauer nach. Wir haben Sebastian Hazod zum Interview getroffen:


Herr Hazod, Sie sind seit kurzem neuer Geschäftsführer des Symphonieorchester Vorarlberg. Seit wann ist Ihnen das SOV ein Begriff?
Vom Symphonieorchester Vorarlberg habe ich zum ersten Mal 2004 am Beginn meines Kontrabass-Studiums gehört. Einige Studienkollegen aus Vorarlberg haben damals voller Begeisterung über den Klangkörper berichtet. Vor 10 Jahren, im Rahmen eines Kurses bei den Bregenzer Festspielen, hatte ich dann erstmals die Gelegenheit, das Orchester live mit Beethovens Eroica zu hören. Ich war begeistert ob der Spielfreude und des großen Engagements der Musiker.

Was war Ihre Motivation, sich für die Stelle beim SOV zu bewerben?
Die Chance, als Geschäftsführer die Operative eines in seiner Frische und in seinem aufregenden Geist, einzigartigen Orchesters zu übernehmen, erachte ich als einmalig. Hinzu kommt, dass das SOV in eine äußerst lebendige und aufregende Kulturszene eingebettet ist, die weit über die Grenzen ausstrahlt. Meine Eindrücke bis jetzt haben diese Vorstellungen bereits in vollem Umfang bestätigt.

Sie waren davor Orchestermanager beim Württembergischen Kammerorchester Heilbronn. Wie unterscheidet sich Ihre jetzige Aufgabe von der früheren Position?
Im Württembergischen Kammerorchester Heilbronn war ich als Orchestermanager für die Disposition und die Organisation von bis zu 90 Konzerten pro Saison verantwortlich. Als Geschäftsführer des SOV hat sich vor allem mein Planungshorizont in die Zukunft geschoben. Dank der Arbeit meines großartigen Teams im Orchesterbüro, Ruth Wohlgenannt und Carina Samitz, kann ich nun voll planerisch tätig sein und Strategien und Unternehmungen weit über die laufende Saison hinaus entwickeln.

Können Sie schon etwas zu Ihrem Programmplänen sagen? Wann wird es das erste von Ihnen konzipierte Programm geben?
Die programmatischen Planungen meines Vorgängers Thomas Heißbauer reichen bis Ende kommenden Jahres. Daher werden die ersten von mir konzipierten Programme im Frühjahr 2020 zu hören sein. Mit Sicherheit wird der dann bereits schon designierte Chefdirigent eine gewichtige Rolle spielen. Meine Bestrebungen sind es, eine gute Mischung zwischen bekannter, namhafter Symphonieorchester-Literatur und so manch Unbekanntem und selten Gehörten zu finden. Es wird mir auch weiterhin ein Anliegen sein, aufregende Gäste ans Dirigentenpult oder als Solisten nach Vorarlberg zu holen.

Welche Aufgaben stehen als nächstes an?
In meiner bisherigen Zeit hier konnte ich mir ein sehr erfreuliches Bild des Orchesters machen. Den erfolgreichen Weg, auf dem das SOV ist, gilt es nun fortzusetzten. Zum einen freue ich mich auf die Arbeit an den Konzerten der gerade so großartig angelaufen Saison. Als Highlight ist natürlich die achte Symphonie von Gustav Mahler mit Kirill Petrenko zu nennen, deren Herausforderungen organisatorischer Natur bereits einen langen Schatten vorauswerfen. Zum anderen möchten wir die erfreulichen ABO-Zahlen weiterführen und können hoffentlich bald den 2000. Abonnenten feiern.
Als drängendste planerische Aufgabe stecken wir mitten in der Suche nach einem neuen Chefdirigenten. Wir sind dabei auf einem guten Weg und werden mit Sicherheit einen würdigen Nachfolger des äußerst engagierten Gérard Korsten finden, der sehr viel für das Orchester bewirkt hat. Außerdem gilt es für mich, weitere Partner als Sponsoren an Bord zu holen.


Haben Sie sich schon eingelebt in Vorarlberg? Hatten Sie schon Zeit, das Ländle etwas besser kennenzulernen?
Ich habe mich in der Zwischenzeit schon ziemlich gut in Bregenz eingelebt und soweit es mir möglich ist, erkunde ich die Stadt und Umgebung mit dem Fahrrad. Bei einer kleinen Bergtour auf den Hohen Freschen konnte ich mir zumindest das Rheintal auch schon einmal von oben ansehen. Leider fehlt es mir momentan ein wenig an der Zeit, um mehr zu unternehmen.

Was gefällt Ihnen hier besonders gut?
Die Verbindung von Natur und Kultur finde ich in Vorarlberg einmalig. In keiner anderen, mir bekannten Region, herrscht ein derartiges Bewusstsein für Architektur und Handwerk, eingebettet in eine großartige Landschaft. Auch die Freude der Vorarlberger, ins Konzert, ins Theater oder in eine Ausstellung zu gehen, ist bemerkenswert.

Und wenn es die Zeit zulässt, was machen Sie in Ihrer Freizeit?
Meine Begeisterung gilt ganz klar dem Bergsport. Ob Klettern, Bergsteigen, Mountainbiken oder Skitouren – mich zieht es auf den Berg. Dafür habe ich ja jetzt die besten Voraussetzungen, und das direkt vor der Haustüre.



Manfred Schnetzer, Präsident des SOV, begrüßt Sebastian Hazod im Namen des gesamten Orchesters ganz herzlich in Bregenz und freut sich auf eine gute und befruchtende Zusammenarbeit.


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