Symphonieorchester Vorarlberg
 
Abo 2:
Ein koreanischer Weltstar lädt zum Heimspiel

Die in Bregenz wohnende Flötistin Jasmine Choi übernimmt den Solopart beim zweiten Abokonzert des Symphonieorchester Vorarlberg. Am Programm des Abends stehen Werke von Robert Schumann, Carl Reinecke und Joseph Haydn.

Jasmine Choi ist eine absolute Ausnahmeerscheinung: Für die Korean Times ist sie die „Göttin der Flöte“, das britische Sinfini Magazine kürte sie zu einer der zehn besten Flötistinnen und Flötisten aller Zeiten. Kritiker und Publikum schwärmen von ihrer technischen Brillanz und Bühnenpräsenz. In eine Familie mit professionellen klassischen Musikern hineingeboren, entdeckte sie nach Violine und Klavier im Alter von neun Jahren ihre Leidenschaft für die Querflöte.


Verbundenheit mit dem SOV

Sie verließ ihre südkoreanische Heimat und ging in die Vereinigten Staaten. Dort setzte sie ihre Ausbildung an renommierten Häusern (Curtis Institute of Music/Philadelphia und Juilliard School/New York City) fort. Nach einem Engagement beim Cincinnati Symphony Orchestra zog es sie nach Europa, sie wurde Erste Flötistin der Wiener Symphoniker. Seit einigen Jahren lebt sie in Bregenz, von wo aus sie zu Konzerten auf der ganzen Welt aufbricht. Bei „Mahlers Achter“, dem letzten Abokonzert der vergangenen Saison, war sie zuletzt als Teil des Symphonieorchester Vorarlberg dabei. Nun kehrt sie als Solistin zurück.

Geleitet werden die beiden Konzerte in Feldkirch und Bregenz von Bruno Weil – „einem hervorragenden Kenner der Wiener Klassik“, wie SOV-Geschäftsführer Sebastian Hazod betont. Der deutsche Dirigent arbeitete bereits mit den Berliner Philharmonikern und dem NHK Orchestra Tokyo zusammen. Zudem war er unter anderem an der Wiener Staatsoper und der Semperoper Dresden tätig. Für seine CD-Einspielungen gewann er mehrere Preise. Seit der Spielzeit 2017/18 ist er erster Gastdirigent des Bruckner Orchester Linz.


Ins Rampenlicht

Joseph Haydn (1732 – 1809) hatte das Pech, im Schatten seiner großen Zeitgenossen zu stehen. Er starb nicht so jung wie Mozart, war nicht taub wie Beethoven – so gehörten die Schlagzeilen hauptsächlich den anderen beiden. Aus diesem Schatten holt das SOV Haydn und platziert seine Symphonie Nr. 31 bewusst an prominenter Stelle, dem Konzertende.

Zur Eröffnung des Abends erklingt Robert Schumanns (1810 – 1856) Ouvertüre, Scherzo und Finale. Bei diesem 1841 entstandenen Werk hatte der Komponist selbst Mühe, den richtigen Titel zu finden. Er schwankte zwischen „Suite“, „Symphoniette“ und „Sinfonietta“, konnte sich aber für keinen der drei Begriffe entscheiden. So blieb es bei der etwas sperrigen Bezeichnung für ein Stück, das in einer glücklichen Phase voller Schaffensdrang entstand.

Robert Schumann war eines der Vorbilder des heute vergessenen Carl Reinecke (1824 – 1910). Die beiden verband auch eine Freundschaft. Der Hamburger Reinecke begann seine Karriere als Pianist und leitete 35 Jahre lang das Gewandhausorchester in Leipzig. Kurz vor seinem Tod schuf er viele Kompositionen – darunter das Flötenkonzert D-Dur, das Jasmine Choi interpretieren wird.


KONZERT 2

Samstag, 19. Oktober 2019, 19.30 Uhr, Montforthaus Feldkirch
Sonntag, 20. Oktober 2019, 19.30 Uhr, Festspielhaus Bregenz

Bruno Weil: Dirigent
Jasmine Choi: Flöte

Robert Schumann: Ouvertüre, Scherzo und Finale, E-Dur op. 52
Carl Reinecke: Flötenkonzert D-Dur op. 283
Joseph Haydn: Symphonie Nr. 31 D-Dur Hob. I:31, „Mit dem Hornsignal“


Freier Kartenverkauf

Bregenz Tourismus unter +43 5574 4959
Feldkirch Tourismus unter +43 5522 73467
in allen Vorverkaufsstellen von events-vorarlberg.at, in allen Filialen der Volksbank Vorarlberg
sowie direkt beim SOV unter +43 5574 43447, per Mail an office@sov.at
oder bequem aufs Handy über die Ticket Gretchen App

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