Symphonieorchester Vorarlberg
 
Festival „Texte und Töne“ am 9. November

Zum sieben Mal gastiert das Symphonieorchester Vorarlberg im ORF-Landesstudio in Dornbirn. Zum Jahrestag der Novemberpogrome von 1938 erwartet die Besucher ein Programm, das zum Nachdenken anregen soll. Das Festival ist eine Kooperation des SOV mit dem ensemble plus sowie Literatur Vorarlberg.

„Wie viel Heimat braucht der Mensch?“, fragt sich Nikolaus Brass in seinem gleichnamigen aktuellen Kompositionsauftrag des Symphonieorchester Vorarlberg. Darin befasst sich der Lindauer, der in diesem Jahr seinen 70. Geburtstag feiert, mit einem Essay des österreichischen Schriftstellers und NS-Widerstandskämpfers Jean Améry. Den Vorarlberger Komponisten Richard Dünser, mit 60 Jahren ebenfalls ein Jubilar, ehrt das SOV mit seinem Werk „Die letzten Dinge“ für Bariton und Ensemble. Den Part des Baritons übernimmt Martin Achrainer.


Im Zeichen der Nazis

Am 9. November 1938 wurden Hunderte Juden in Deutschland und Österreich ermordet, Tausende Synagogen, Geschäfte und Wohnungen zerstört. So passt an diesem Gedenktag auch der dritte Künstler, das NS-Opfer Viktor Ullmann, ins Programm. Er wurde im KZ Auschwitz-Birkenau vergast. Zwei Jahre zuvor war Ullmann zunächst nach Theresienstadt gekommen, wo er seine „Weise von Liebe und Tod des Cornets Christoph Rilke“ komponierte. Sie erklingt zum Finale dieses Konzerts. Musikalischer Leiter des Abends ist Daniel Linton-France.

Bei freiem Eintritt eröffnet das Festival „Texte und Töne“ im ORF-Landesstudio Dornbirn am 9. November um 15 Uhr. Das Konzert des SOV beginnt um 20 Uhr.

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