Symphonieorchester Vorarlberg
 

Aus dem Orchestergraben

Heiko Kleber - seit 20 Jahren „haut er drauf“

Zwei Jahrzehnte wirkt Heiko Kleber nun in der Schlag­werkertruppe des SOV mit. Als 17-jähriger debütierte er bereits auf der Kleinen Trommel, seit 1994 ist er Solo-Paukist. Die Entwicklung in diesem Zeitraum – sechs Jahre davon auch als Orchester­vertreter im Vorstand – sieht er sehr positiv: „Die Qualität ist stetig gestiegen, das Orchester genießt inzwischen auch außerhalb der Landesgrenzen ein gutes Ansehen. Das wird uns immer wieder bestätigt, sowohl vom Publikum und der Presse, als auch von Gastdirigenten und Solisten.“ Hervorheben möchte Heiko Kleber die ausgezeichnete Programmauswahl, als auch das zwischenmenschlich intakte Klima: „Schön, Teil eines tollen Teams zu sein!“ Auf was haut ein Paukist eigentlich drauf?“ Im SOV sind die Pauken mit modernen Kunststofffellen bespannt, die sind weniger empfindlich bei Transporten.“ Naturfelle bestehen aus Kalbs- oder Ziegenhäuten. „Erstere erzeugen einen hellen, obertonreichen Klang und werden in großen Besetzungen bevorzugt. Zweitere sind etwas dicker, klingen weicher und sind ideal für Barockmusik“, erläutert Kleber.

Der auch international sowie bei TV-, Rundfunk- und CD-Produktionen immer wieder in Erscheinung tretende Heiko Kleber lehrt an der Musikschule Bregenz. Angesprochen auf die Faszination der Schlag­instrumente vor allem bei Buben, meint er: „Das Schlagzeug ist medial sehr präsent und ein imposantes Gerät. Man sieht die körperliche Aktion, die für die Klangerzeugung notwendig ist, spektakulärer als bei anderen Instrumenten. Jedes Kind liebt es, auf irgendetwas, das ein möglichst lautes Geräusch erzeugt, drauf zu klopfen.“ Obwohl es berühmte weibliche Virtuosen als Schlagwerkerinnen gibt, seien doch der überwiegende Teil der Schüler männlich. Kleber schmunzelt: „Vielleicht ist das steinzeitliche Trommel-Gen im Manne noch stärker verwurzelt.“

Für die Zukunft wünscht sich Heiko Kleber, dass das Symphonie­orchester Vorarlberg einen eigenen Proberaum zur Verfügung hat, das würde neben anderen positiven Effekten auch viele Transporte und Wege der Schlagwerker schon vor Produktionsbeginn einsparen. „Ein guter Neujahrsvorsatz wäre, den Internetauftritt noch aktueller zu gestalten, sodass man z. B. den Newsletter per Mausklick direkt abonnieren kann“, meint Kleber. Wir wünschen ihm weiterhin viel Erfolg und noch einige Dekaden freudvolles Musizieren im SOV.


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