Symphonieorchester Vorarlberg
 

Das SOV in der Presse





Pressestimmen 5. Abokonzert
Goetzel, Tjeknavorian
am 13. und 14. April 2019

Virtuose Sinnlichkeit bis zum Finale

Eine schmissige Ouvertüre, ein herausragender junger Solist und ein Erstlingswerk voller Überraschungen und Farben war die gelungene Kombination für die jüngsten Orchesterkonzerte des Symphonieorchesters Vorarlberg (SOV) in Feldkirch und Bregenz[…].

[…] Auf beeindruckende Weise hat Emmanuel Tjeknavorian das Konzert verinnerlicht, dabei musiziert er partnerschaftlich, getragen vom Orchester und etwa zu Beginn des langsamen Satzes vom höchst kultiviert blasenden Quartett der Hörner. […]

[…] ungemein farbig und kontrastreich ist die Musik, bald graziös, bald grimmig und voll beißender Ironie. Da lassen Konzertmeisterin Monika Schuhmayer und ihre Pultkollegin Anita Martinek mit feinen Soli aufhorchen […], gibt es straffe, an Prokofjew und Strawinsky erinnernde Rhythmen, verströmt sich Adrian Buzac in einer klagenden Oboenmelodie. Im vielschichtigen Finale geben zuerst die Schlagwerker den Ton an, bevor Goetzel die Virtuosität der Orchestergruppen aufzeigt und zu einem rauschenden Höhepunkt führt. Großer Jubel für alle!


Neue, Katharina von Glasenapp, 16. April 2019



Symphonieorchester Vorarlberg: Jugendliche Brillanz

Die jugendliche Genialität zog sich wie ein roter Faden durch dieses Programm, das mit der mitreißenden und erfrischenden Darbietung der Ouvertüre zur Märchenoper „Ruslan und Ludmilla“ von Michail Glinka begann. […]

[…] Das Symphonieorchester Vorarlberg unter Sascha Goetzel bot eine überzeugende Interpretation und demonstrierte in den diversen Soli auch die Kompetenz seiner Musiker. Das Publikum jubelte.


Kronen Zeitung Vorarlberg, Anna Mika, 16. April 2019



In guter Stimmung und motivierter Übereinkunft – Der Geiger Emmanuel Tjeknavorian, das Symphonieorchester Vorarlberg und Sascha Goetzel zogen das Publikum in ihren Bann

[…] Der24-jährige Geiger Emmanuel Tjeknavorian bildete mit seiner klangsinnlichen und zugleich virtuosen Deutung des berühmten Violinkonzertes von Jean Sibelius den strahlenden Mittelpunkt. Auf allen Linien begeisterten auch die SOV-Musikerinnen und -Musiker durch die vielgestaltige Dramaturgie der Werkdeutungen sowie die herausragenden Soli. Der energische Dirigent Sascha Goetzel führte das Orchester mit ausladenden Gesten, er mobilisierte die Kräfte aller und führte sie in einem beeindruckenden musikalischen Ganzen zusammen.

[…] Emmanuel Tjeknavorian konnte sich während seines Spiels voll und ganz auf die Orchestermusikerinnen und -musiker verlassen, die sehr detailreich und „ganz Ohr“ auf den Solisten eingingen und in Kommunikation zu ihm traten. So zeichnete sich die viel bejubelte Darbietung auch durch das sensible gegenseitige Geben und Nehmen des Solisten mit dem Orchester und umgekehrt aus.

[…] [Anm.: Schostakowitsch Symphonie Nr.1] Dabei zogen sie mit imponierenden Soli alle Register und bewegten den musikalischen Fluss mit schillernden Klangfarben. Kontrastreich wurde der archaisch kraftvolle zweite Satz modelliert. Das schillernde Konglomerat aus vielerlei Klangfarben, verbunden mit einer ausgezeichneten Pianokultur, zeigte, dass das Symphonieorchester Vorarlberg in Topform ist und machte die Professionalität des Dirigenten erlebbar. Die Dramaturgie der Tempi und die zahlreichen Rhythmuswechsel verdeutlichten darüber hinaus die ironisierende Note der Musik. Dass sich Sascha Goetzel und die Musikerinnen und Musiker in ihrem gemeinsamen Tun einig waren und sich bestens verstanden, war gut nachvollziehbar und führte zu einem erfrischenden Konzerterlebnis.


Kulturzeitschrift online - Musik/Konzert, Silvia Thurner, 15. April 2019



Ein Dirigent für die Zukunft

[…] Der Abend selbst profitiert vom unüberhörbaren Energiefluss, der sich da sofort zwischen den motivierten Musikern und ihrem Dirigenten entwickelt. Da werden zwei klangvolle symphonische Beispiele nordischer Schwermut und klassischer russischer Moderne klug einander gegenübergestellt und auf glänzendem Niveau präsentiert. […]

[…] In dieser Art ist auch der duftig instrumentierte Orchesterpart von erlesener Schönheit der Melodienerfindung, in dem satte Streicherflächen und düstere Holzbläser an Tschaikowsky erinnern. Sascha Goetzel bereitet dem Solisten damit einen fein ausgehörten, großflächigen Klangteppich, aus dem einzelne Instrumente dialogisch herausstechen, und gibt den Musikern in den Zwischenspielen reichlich Gelegenheit, eindrucksvoll ihre orchestralen Qualitäten zu demonstrieren.

[…] Auch hier [Anm.: Schostakowitsch Symphonie Nr. 1] sind es die intensive geistig-musikalische Übereinstimmung zwischen Dirigenten und Orchester, die dieses Meisterstück authentisch machen und lebendig werden lassen. Mit wundervollen Soli matchen sich die Stimmführer untereinander, allen voran Konzertmeisterin Monika Schuhmayer, Detlef Mielke, Cello, Jürgen Jakob am Orchesterklavier, Adrian Buzac, Oboe, Francesco Negrini, Klarinette, und Roché Jenny, Trompete. Das Publikum reagiert begeistert.


Vorarlberger Nachrichten - Kultur, Fritz Jurmann, 15. April 2019

Pressestimmen Ludwig van Beethoven: Fidelio
Januschke, Arnold
am 3.-5. Februar 2019 und
am 15. und 24. Februar 2019

Beethoven bleibt unverwundbar

[…] Am Pult des SOV stand wieder der deutsche Dirigent Karsten Januschke, er animierte das Vorarlberger Orchester zu einer beeindruckenden Leistung […].

Und Maestro Karsten Januschke bot mit dem Symphonieorchester Vorarlberg in seinem Dirigat vitale Dramatik, Jubel wie auch düsteres Melos der Unterdrückung.


Vorarlberger Nachrichten - Heimat/Lustenau, Edgar Schmid, 7. März 2019



Liebe fürchtet nichts

[…] Karsten Januschke gelingt, mit einem in den Streichern abgeschlankten Symphonieorchester Vorarlberg, ein lyrisch-leichter, zügig voranschreitender Bregenzer „Fidelio“.

Vorarlberger Kirchenblatt (Katholische Kirche Vorarlberg) - Kultur spezial, Veronika Fehle, 7. Februar 2019



Die Gefangenen gieren nach Freiheit

[…] Dirigent Karsten Januschke lotet […] in Orchestermusik und Gesang die Höhen und Tiefen menschlicher Gefühle aus. Seine Interpretation arbeitet mit Dynamik, Agogik und einfallsreichen Artikulationsformen die Amplituden aller emotionalen Ausschläge heraus […]. […]

Ergreifende Momente gestaltet der Bregenzer Festspielchor, und das Symphonieorchester Vorarlberg profiliert sich mit beweglichem und farbigem Spiel.


Westallgäuer, Ingrid Grohe, 5. Februar 2019



Leidenschafts-Oper in kleinerem Rahmen

[…] Der Schusschor „Wer ein holdes Weib errungen, stimm‘ in unseren Jubel ein“ klingt in jedem Fall kraftvoll und zackig, angefeuert von Karsten Januschke am Pult des Symphonieorchesters. […]

[…] wirkt das Orchester sehr plastisch, es artikuliert gut, gestaltet wunderbare Passagen in den Holzbläsern, besonders der Oboe, die für Beethoven die Stimme der Hoffnung ist, und läuft beispielsweise in der großen Arie der Leonore in der Horngruppe zu prächtiger Form auf. […]


Neue, Katharina von Glasenapp, 5. Februar 2019



„Fidelio“ in Bregenz: Hinter Gittern im Cyberspace

[…] Die Freude jedenfalls steigt ungestüm und in gewaltiger Energie aus dem Orchestergraben auf: So ist das auch in Bregenz beim Symphonieorchester Vorarlberg unter der ebenso zupackenden wie präzis-nuancierten Leitung von Karsten Januschke. […]

Luzerner Zeitung, Bettina Kugler, 3. Februar 2019



Wischen oder Wissen, das ist die Frage

[…] Aus dem Graben, in dem der junge deutsche Dirigent Karsten Januschke nach seinem Bregenz-Debüt mit „Don Pasquale“ im Vorjahr erneut das Symphonieorchester Vorarlberg leitet, wird der Konjunktiv, der über der Szenerie steht, mit viel Farbe und begeisterndem Bläsereinsatz unterstrichen. […]

[…] Der Chor gliedert sich bestens ein und berührt mit einer Luzidität, die das Orchester unter Januschke mit besonderer Filigranität unterstreicht. […]


Vorarlberger Nachrichten, Christa Dietrich, 2. Februar 2019



Beethovens „Fidelio“ am Kornmarkt: Solide gemachte Provinztheater-Produktion mit Luft nach oben

[…] Karsten Januschke hält am Pult sein Versprechen ein, Beethovens meist kraftvolle, oft heroischpathetische Musik in der heute geläufigen dritten Fassung von 1814 eher „mozartisch“ anzulegen, kammermusikalisch, ähnlich wie bei seinem erfolgreichen Opern-Debüt hier vor einem Jahr mit Donizettis „Don Pasquale“. Der ihm bekannte Raum des Kornmarkttheaters gibt das ja auch vor mit seiner problematisch trockenen Akustik, die im Graben wie auf der Bühne nicht das Geringste an Ungenauigkeit in Rhythmik, Klangbalance oder Intonation verzeiht. Das funktioniert im Austausch mit den sehr motiviert und klangschön aufspielenden Musikern vom SOV insgesamt auch wirklich gut. […]

Kulturzeitschrift Online - Musik/Konzert , Fritz Jurmann, 2. Februar 2019

Pressestimmen 4. Abokonzert
Leleux, Hipp
am 12. und 13. Jänner 2019

Dramatik und reicher Klang im SOV-Konzert

Beim ersten Konzert des Symphonieorchesters Vorarlberg 2019 stand der französische Oboist und Dirigent Francois Leleux am Dirigentenpult und verführte das Orchester zu wunderbarer Pianokultur und feinen Klangfarben.

[…] Wunderbar zarte Farben und Linien verwirklichten Leleux und das SOV in den vier bekannten Sätzen der ersten Peer-Gynt-Suite: Duftige Holzbläser in der „Morgenstimmung“, eine sich immer mehr verdichtende Totenklage der Streicher in „Ases Tod“, ein filigraner Reigen in „Anitras Tanz“ und schließlich die unheimliche Dramatik in der „Halle des Bergkönigs“ zeichneten reiche Klangbilder. […]

[…] Im Finale erlebte der Zuhörer gleichsam das dramatische Ringen des Symphonikers: Voller Energie und Überschwang wirkten Dirigent und Orchester zusammen, bis sich „Durch Nacht zum Licht“ der strahlende D-Dur-Klang durchsetzte. […]


Neue, Katharina von Glasenapp, 15. Jänner 2019



Morgenstimmung beim SOV

Wäre es ein Jazzkonzert gewesen, hätte das Publikum sicher nach den ersten Takten geklatscht. Hier allerdings im Konzertsaal, ging ein entzücktes Raunen durch die Reihen. […] Und zum Entzücken differenziert und farbenreich erklangen auch die anderen Stationen der Reise des „norwegischen Faust“. So ein wundervolles Pianissimo hat man wohl noch nie von unserem Landesorchester vernommen. […]

[…] Die am Royal Opera House Covent Garden unter Vertrag stehende Polin Hanna Hipp gewann die Zuneigung des Publikums gleichermaßen durch ihr Äußeres wie auch ihre so flexible wie klangfarbenreiche Stimme. Auch der üppige Orchesterpart entfaltete sich durch das SOV unter Leleux auf das Schönste, und hier wie auch den ganzen Abend über erfreute man sich an Leistungen der Solo-Instrumentalisten. Da ist es fast überflüssig zu sagen, dass auch die Sinfonie nach der Pause, Antonín Dvoraks Siebente, bestens gelang, auch die großen Bögen in diesem weiträumigen Werk überzeugten. Der Jubel des Publikums war groß und der Dirigent sichtbar glücklich!


Kronen Zeitung Vorarlberg, Anna Mika, 15. Jänner 2019



Ein Meister des Klangtheaters

Francois Leleux sorgte beim SOV erneut für einen mitreißenden Konzertabend.
[…] Mit seiner überschäumenden Musikalität, dem gezügelten Temperament und handwerklichem Können zieht der charismatische Dirigent auch diesmal die Musiker in seinen Bann, vermittelt ihnen bei höchster Konzentration auch das Gefühl eines lockeren, entspannten Musizierens und erreicht bereits in „Ases Tod“ aus der „Peer-Gynt-Suite“ ein Pianissimo, wie man es von diesem Orchester bisher kaum gehört hat. Das und weitere Akzente, wie das tempogeladene Herzschlagfinale „In der Halle des Bergkönigs“ mit den knallharten Schlägen auf die große Trommel (Anna-Maria Schuchter), katapultieren diese oft zu Tode gespielten, wehmütig-nordischen Stücke aus der Wunschkonzertschublade ohne jede Weinerlichkeit in den Rang kammermusikalischer Preziosen.

[…] Hanna Hipp ist für diese fordernde Aufgabe die ideale Interpretin. Sie trifft mit imponierend dunklen stimmlichen Mitteln und betörendem Timbre genau den Charakter, verbreitet Stimmung zwischen Verlorenheit und Hoffnung und besteht auch den Kampf gegen die permanenten Huster im Saal. […]

[…] Im Ensemble danken sie es ihm mit traumhafter Intonation, die Stimmführer wachsen in ihren Soli im Brahms-nahen zweiten und dritten Satz über sich hinaus: Jasmine Choi, Flöte, Heidrun Pflüger, Oboe, Martin Schelling, Klarinette, Heidrun Wirth-Metzler, Fagott, und Andreas Schuchter mit seiner perfekten Horngruppe, nicht zu vergessen auch der samtig homogene, satte Stricherklang mit dem fabelhaften Konzertmeister Pawel Zalejski.


Vorarlberger Nachrichten - Kultur, Fritz Jurmann, 14. Jänner 2019



Detailreich, elegant und mit Elan – Francois Leleux am Pult des SOV sowie die Mezzosopranistin Hanna Hipp wurden herzliche gefeiert

[…] Getragen von einem kammermusikalischen Geist musizierte das SOV ideen- und detailreich die berühmte „Peer Gynt-Suite“ von Edvard Grieg sowie Antonin Dvořáks „Siebente Symphonie. Im Mittelpunkt stand die Mezzosopranistin Hanna Hipp mit ihrer Interpretation der Orchesterlieder „Les nuits d’été“ von Hector Berlioz. Die Sängerin gestaltete die Lieder um ersehnte, enttäuschte und verlorene Liebe emphatisch aus und zog die Zuhörenden in ihren Bann.

[…] Die kleingliedrigen, sehr genau durchdachten Linienführungen über alle Stimmgruppen hinweg, ergaben ein schillerndes Klanggewebe, das beispielsweise die „Morgenstimmung“ in faszinierenden Klangfarbenspielen zusammenfügte. Sehr genau ausgelotet spielten die Streicherinnen und Streicher in „Ases Tod“, in dem die Pianokultur des Orchesters begeisterte und unter anderem der aufleuchtende Schlusston der Kontrabässe den Aussagegehalt detailverliebt unterstrich. Tänzerische Eleganz zeichnete „Anitras Tanz“ aus, bevor François Leleux die Musikerinnen und Musiker „In der Halle des Bergkönigs“ mit viel Körpereinsatz antrieb und damit eine fulminante Schlusswirkung erzielte.

[…] Den Höhepunkt ihrer Deutung bildete die mitteilsame Entfaltung von „Le spectre de la rose“, in der das Timbre der Stimme sehr schön zur Geltung kam. Getragen wurde sie vom Orchester, das die Seelenlandschaften des hochromantischen Textes eindrücklich illustrierte. […]

[…] Die vielgestaltigen Themen formte das Orchester dramatisch aus und entwickelte sie gut nachvollziehbar aus kleinen motivischen Zellen heraus. In einem sprechenden Duktus formten François Leleux und das Symphonieorchester Vorarlberg die Phrasierungsbögen und betonten dabei vor allem die Eigenheiten der einzelnen Themen, leidenschaftlich bewegt und mit dem Blick auf die Details.


Kulturzeitschrift online - Musik/Konzert, Siliva Thurner, 14. Jänner 2019

Pressestimmen 3. Abokonzert
McFall, Dohr
am 1. und 2. Dezember 2018

Charmanter Engländer dirigiert SOV

[…] Wie später auch bei Mendelssohn durften die Holzbläser aufblühen und fein phrasierend gestalten, immer wieder hörte man schöne Verschränkungen zwischen Solobläsern und -streichern. […] im Finale entwickelte sich ein von der Oboe angestimmter Reigen durchsichtig ziselierter Figuren in charmanter Redseligkeit.

[…] Über dem stets präsenten pochenden Pulsieren der Streicher kann der Solist seine Kunst der Gestaltung, seinen Atem, verschiedenste Ansatztechniken wirken lassen.

[…] Wunderbar gestaltet McFall die Streicherkantilenen im langsamen Satz, die einen charaktervollen Marsch umschließen, selbst Heiko Kleber bringt seine Pauke zum Singen mit seinen zielgerichteten Schlägen. Spritzig, frisch, scherzend akzentuiert hebt das Finale an, und mit dem schönen, von der Horngruppe angestimmten Thema lässt der Dirigent nochmals das ganze Orchester aufblühen. […]


Neue, Katharina von Glasenapp, 4. Dezember 2018



Du glückliches Vorarlberg

Das Symphonieorchester-Konzert unter Leo McFall entwickelte sich zu Sternstunde.
Unter dem jungen britischen Dirigenten Leo McFall […] gab das Orchester nun ein brillantes Konzert. […] Orchester und Dirigent nutzten die Möglichkeit, Stilsicherheit vom 18. Bis zum 20. Jahrhundert zu beweisen.

[…] Besonders schön gelang das rasante Finale mit den beweglichen Holzbläsern, dem warmen Blech und dem Solo der souverän führenden Konzertmeisterin Michaela Girardi mit ihrem eleganten und doch kernigen Geigenton. […]

Jacobs Hornkonzert […] bot dem Weltklassesolisten Stefan Dohr die Gelegenheit, seine stupende Beherrschung des Horns, eines der am schwersten zu spielenden Instrumente, unter Beweis zu stellen. […] Die stets kompetente Orchesterbegleitung bestach im 2. Satz durch den satten Klang der Cellogruppe und den teils silbrig-flirrenden, teils melancholisch-satten Klangteppich der Geigen. […]

[…] Nach der Pause dann der Höhepunkt: Mit Felix Mendelssohns Symphonie Nr. 3 in a-moll gelangen McFall […] und dem Orchester eine Höchstleistung. Alles strömte atmend und beseelt wie aus einer Quelle, vom ausdrucksvollen Einsatz der Bratschen und Bläser über das herrisch auftrumpfende, dann wieder elegische Allegro, das vorüberhuschende Scherzo mit dem fabelhaften Soloklarinettisten Francesco Negrini, das melancholische, sprechen phrasierte Adagio mit zartem Piano selbst der Pauke bis zum kriegerisch bewegten Finale mit dem triumphalen Schlusschoral. Heute redet man gern über Werte: Glücklich ein Land, das ein solches Symphonieorchester unterhält.


Vorarlberger Nachrichten, Ulrike Längle, 3. Dezember 2018



Noblesse in Klängen

Die [Haydn-Symphonie] in B-Dur Nr.89 eröffnete das Programm – und es war auf der ganzen Linie überzeugend, wie der Londoner Leo McFall dieses so charmante wie geistreiche Werk aufschloss. Unter seinen Händen spielten die Damen und Herren des SOV blitzsauber und wohlphrasiert. […]

[…] So konnte sich auch Felix Mendelssohn-Bartholdys „Schottische Symphonie“ auf das Allerschönste entfalten. Wunderbar abgemischte Klangfarben beschworen die besondere Atmosphäre der Frühromantik mit ihrer Neigung zum Geheimnisvollen, engagiert gespielte Soli, besonders die der Klarinette (Francesco Negrini), erfrischten das Gesamtbild. […]


Krone, Anna Mika, 3. Dezember 2018

Pressestimmen Texte & Töne
Tartanis, Schablas
am 10. November 2018

Klingende Zeitstrukturen und Totenklage

[…] Konzertmeister Pawel Zalejski und seine Kolleginnen und Kollegen verwirklichen die Stimmen [Anm.: Brass‘ „von wachsender Gegenwart“], die sich vereinzeln und wieder zusammenballen, die sich zuspielen und verdichten, bald zerbrechlich, bald akzentuiert spielen und schließlich verstummen. Ein intensives Stück, toll interpretiert, auch zur Freude des Komponisten.

[…] „Raum mit Klagelied, Aria concertante für Klarinette, Kammerorchester und Electronica“ verbindet eine eindringliche serbische Totenklage, von Andreas Schablas höchst ausdrucksstark in höchste Register der Klarinette geführt, mit den Klangflächen elektronischer Klänge und einem Orchester, das die Klage aufgreift und in Pulsieren verwandelt. […]


Neue, Katharina von Glasenapp, 13. November 2018



Pergolesi ertrinkt im Aquarium

[…] Vor vollem Haus wird das Abendkonzert für das Symphonieorchester Vorarlberg zur Visitenkarte für dessen Umgang mit zeitgenössischer Musik. Unter dem griechisch-stämmigen Spezialisten Ektoras Tartanis und mit Konzertmeister Pawel Zalejski beweist das SOV exzellente Kompetenz auch mit so diffizilen Spielweisen wie der Umsetzung des mikrotonal gehaltenen Stücks „Von wachsender Gegenwart“ des Lindauer Arztes Nikolaus Brass. Ebenso sicher gelingt auch das Stück „Raum mit Klagelied“ des serbischen Komponisten Marko Nikodijevic mit Live-Electronics. […]

Vorarlberger Nachrichten, Fritz Jurmann, 12. November 2018



„Texte und Töne“ im ORF Dornbirn bot eine Bühne für Neues – Hervorragende Werkdeutungen und großer Publikumszuspruch bereiteten Freude

[…] Das Symphonieorchester Vorarlberg unter der Leitung des herausragenden Dirigenten Ek[t]oras Tartaris begeisterte das Publikum im bis auf den letzten Platz besetzten Studio unter anderem mit der Uraufführung des Werkes „Wartezeiten“ von Gerda Poppa.

[…] Das im Verhältnis zum Raum im ORF-Publikumsstudio groß besetzte Orchester spielte imposant an diesem Abend. […]

Das Symphonieorchester Vorarlberg hatte einen sehr niveauvollen Auftritt an diesem Abend. […]

Ebenso reizvoll war die Interpretation des mitteilsamen Werkes „Raum mit Klagelied“ von Marko Nikodijevic. Als Solist in der „Aria concertante“ für Klarinette begeisterte Andreas Schablas. Er „sang“ die Solostimme und formte sie wunderbar nuanciert aus, ausgehend von einem sensiblen entfalteten Pianissimo bis hin zu grellen Spitzentönen. Der Komponist selbst steuerte die elektronischen Klänge bei, die einen atmosphärischen Klangraum für die Liedmelodien öffneten. Auch diese Werkdeutung formte das SOV emphatisch aus.


Kulturzeitschrift online - Kultur/Konzert, Silvia Thurner, 11. November 2018

Pressestimmen 2. Abokonzert
Tali, Stadler
am 20. und 21. Oktober 2018

Geglückter SOV-Auftritt mit Anu Tali

[…] Umso beklemmender in seiner Anspannung über dunklen Paukenschlägen wirkte der Trauermarsch [Anm.: Gottfried von Einems „Dantons Tod Orchestersuite“] an zweiter Stelle, der immer wieder Raum für aussagekräftige Soli bot.

Wie ein fratzenhaft ironisches Scherzo mit brillantem Solo des Klarinettisten Martin Schelling zog der „französische Geschwindmarsch“ an dritter Stelle vorüber, […].

[…] Mit ganzer Kraft stürzt sich der junge russische Cellist Alexey Stadler in das aufgeregt bohrende Treiben des ersten Satzes [Anm.: Schostakowitschs „Cellokonzert Nr. 1“]. Von Beginn an ist der Solist hier eingebunden, hat Dialoge mit den intensiv geforderten Streichern und Solobläsern, schraubt sich hinauf in höchste expressive Lagen. Der Mittelsatz des Konzerts ist zwar zurückgenommener im Tempo, doch nicht weniger ausdrucksstark im elegischen Austausch des Cellisten mit dem nervenstarken Solohornisten Zoltan Ho[l]b.

[….] Anu Tali formte einen blühenden romantischen Klang mit lyrischen Themen und großen Steigerungen, arbeitete volksmusikantische Melodien und poetische Bläserstimmen im slawischen Tonfall heraus. […]

[…] Anhaltender Jubel für die einzelnen Orchestergruppen und für die sympathische Dirigentin!


Neue, Katharina von Glasenapp, 23. Oktober 2018



Das Publikum reagierte hochbeglückt

[…] [In Gottfried von Einems „Dantons Tod“] kann man sich an einem wunderbaren Klarinettensolo von Martin Schelling und an einer Parodie auf die Marseillaise erfreuen, […].

[…] Zuvor lauscht man gebannt einem unwirklich aus dem Pianissimo der Streicher aufsteigenden langsamen Satz [Anm.: Schostakowitschs Cellokonzert Nr.1] , den der Solist im berührenden Dialog mit dem Solohornisten Zoltan Holb gestaltet. […]

[…] Gemeinsam kommen sie [Anm.: MusikerInnen und Dirigentin] zu einem zwischen Sentiment und Spektakel genau austarierten Ergebnis, das vom Publikum hochbeglückt quittiert wird.


Neue, Katharina von Glasenapp, 23. Oktober 2018



Gesellschaftspolitische und persönliche Tragödien energetisch gedeutet – das Symphonieorchester Vorarlberg mit Anu Tali am Pult und der Cellist Alexey Stadler hinterließen einen starken Eindruck

[…] Im positiven Sinn resolut wirkte die Dirigentin Anu Tali. Sie leitete das Orchester detailreich und führte den musikalischen Fluss zu wirkungsvollen orchestralen Höhenflügen. […]

[…] Archaisch geprägte Tonfelder und das höchst eindrücklich von Martin Schelling an der Soloklarinette vorgetragene Thema sowie der darauf folgende resolute Einwurf der Blechbläser unterstrichen die Dramatik der Musik [Anm.: Gottfried von Einems „Dantons Tod Orchestersuite“], […].

[…] Der stringente Ton des Violoncellos zog das Publikum ebenso in seinen Bann wie die musikalische Kraft, die von Alexey Stadlers energischen Phrasierungen ausging. Erst im langsamen Satz [Schostakowitschs „Cellokonzert Nr. 1“] ließ der Solist etwas locker und trat in feinsinnige Dialoge, unter anderem mit dem Hornisten Zoltan Holb. […]

[…] Das Orchester gestaltete das Werk mit einer hervorragenden Klangkultur mit, war stets präsent und agierte in einem gut ausgeloteten Verhältnis zum Solisten.

Mit Tschaikowskys erster Symphonie löste sich die Stimmung, die weiten Kantilenen, die großen Phrasierungsbögen, die herzhaften melodischen Einfälle und die wirkungsmächtigen Steigerungen formten die Musikerinnen und Musiker impulsiv aus. Besonders in Erinnerung blieb der atmende Duktus im langsamen Satz mit den schön entfalteten Kantilenen. Den fulminant aufgebauten Crescendo-Bogen im Finale zelebrierten die Dirigentin Anu Tali und das SOV geistreich und mit einem hervorragenden austarierten Orchesterklang.


Kulturzeitschrift online - Musik/Konzert, Silvia Thuner, 22. Oktober 2018



Abokonzert des Symphonieorchesters Vorarlberg in Feldkirch und Bregenz. Anu Tal[i] gab gekonnt den Takt vor

[…] Die Interpretation des Cellokonzerts von Schostakowitsch war ohnehin eine Klasse für sich, allein durch das kraftvolle, gleichzeitig sehr bewusste und sensible Spiel des jungen Alexey Stadler, aber auch durch die Soli des Horns (Zoltan Holb) und der Pauke (Heiko Kleber).

[…] Der brillanten Zusammenarbeit von Orchester und Dirigentin gewiss, konnte man sich zurücklehnen und deren [Anm.: Tschaikowskis Symphonie Nr. 1] Schönheiten genießen: die Lebendigkeit und die Melancholie, das Klarinettensolo (Martin Schelling) und den ersten Walzer aus Tschaikowskis Feder. Ein großartiger Abend ganz im Zeichen einer großartigen Frau!


Kronen Zeitung, Anna Mika, 22. Oktober 2018

Pressestimmen 1. Abokonzert
Prabava, Huangci, "Happy Bernstein!"
am 29. und 30. September 2018

Reise in die amerikanische Klassik

Im ersten Abokonzert der Saison verwandelte sich das Symphonieorchester Vorarlberg in eine gewaltige Bigband mit allgegenwärtigen Synkopen, wilden Rhythmen, großen Gefühlen und einer Fülle von Klangfarben. […] Und das SOV musizierte hochmotiviert, lustvoll, beweglich und klangsinnlich, dass es eine reine Freude war.

[…] Und alle gaben ihr Bestes […]. Auch Konzertmeister Pawel Zalejski, die Stimmführer und die große Gruppe der Streicher musizierten höchst engagiert und facettenreich, mit klangschönen Soli und straff pulsierend im Rhythmus. […]

[…] Vor der Pause aber standen die amerikanische Pianistin Claire Huangci[…] und das Concerto in F von George Gershwin im Mittelpunkt: […] Glänzend ist das Zusammenspiel mit dem Orchester, mit dem ersten Trompeter, dem Konzertmeister, den Holzbläsern im langsamen Satz, unerbittlich ist das Trommelfeuer im Finale. […] „Lennie“ /Bernstein) hätte seine Freude gehabt!


Neue, Katharina von Glasenapp, 2. Oktober 2018



Penibel und wie ein Fisch im Wasser

[…] Er selber [Anm.: Adrian Prabava] hat den größten Spaß an diesen Stücken [Anm.: Bernsteins „Divertimento for Orchestra“], ebenso wie die Musiker, die in ihren oft heiklen Solopassagen hoch konzentriert diesen Weg mitgehen. […]

[…] Die bereits zum dritten Mal hier tätige amerikanische Pianistin Claire Huangci reißt als Solistin mit ihrem Temperament, ihrem technischen Können und überlegenen Feingefühl alle mit. Die Künstlerin entfaltet oft die Kraft einer unbändigen Tigerin, um im zweiten Satz im zärtlichen Duett mit der gestopften Solotrompete von Roché Jenny auf Kuschelkurs zu gehen. […]


Vorarlberger Nachrichten / 1. Oktober 2018 / Fritz Jurmann



Music Hall, symphonischer Jazz und Folkmusic – das SOV und Adrian Prabava sowie Claire Huangci feierten Leonard Bernstein und begeisterten das Publikum.

[…] Mit unglaublicher Energie kam das beschwingte Programm, das Leonard Bernstein anlässlich seines 100. Geburtstags die Ehre erwies, über die Bühne. […]

[…] Mit dem Klarinettensolo im „Turkey Trot“ kristallisierte sich der Humor dieses Werkes so richtig heraus und der Bann war gebrochen. Daraufhin lebten die Blechbläser den Blues so richtig aus, bis in einer wirkungsvollen Steigerung mit einigen weiteren Soli das ungestüme Finale eingeläutet wurde.

Bernsteins Symphonic Suite „On the Waterfront“ gab dem an diesem Abend hervorragend disponierten Orchester noch einmal die Gelegenheit, aufzutrumpfen. […] Auch hier zogen viele bewundernswerte Soli, in denen die Musikerinnen und Musiker ihre individuellen Persönlichkeiten hervorkehrten, die Aufmerksamkeit auf sich. Gleichzeitig kam die farbenreiche Instrumentierung hervorragend zur Geltung.

[…] Aaron Coplands Tanzepisoden „Rodeo“ bescherte dem Publikum ein unterhaltsames Kino im Kopf. Schön formten die Musikerinnen und Musiker kräftige Rhythmen im Rodeo, idyllische Naturszenen und feuchtfröhliche Szenen im Saloon aus. Das „Corral Nocturne“ erklang melodienselig in einem ausgeglichenen Stimmengewebe und einer bewundernswerten Pianokultur. Schwungvoll gestaltet bot auch der berühmte „Hoe Down“ beste Unterhaltung.

Bereits zum dritten Mal konzertierte die Pianistin Claire Huangci mit dem Symphonieorchester Vorarlberg. […] Die Musikerinnen und Musiker waren der Pianistin gute Partner, denn der große Orchesterapparat wirkte nie übermächtig, sondern agierte in einem ebenmäßigen Austausch. […]


Kulturonline - Musik/Konzert, Silvia Thurner, 1. Oktober 2018


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