Symphonieorchester Vorarlberg
 

Presse-Archiv





Pressestimmen Premiere Opernstudio, Così fan tutte, Kornmarkttheater Bregenz, 17.8.2015

Eine Eliteschule junger Liebender
… Das erfrischend klein besetzte Symphonieorchester Vorarlberg hat sich auf einen unkonventionellen Mozart-Stil eingeschworen, der zur szenischen Lesart passt. Wendig und leicht, mit viel Klangschönheit vor allem bei den Bläsern, mitunter sehr straff und geradezu nüchtern und sachlich führt es Dirigent Harmtut Keil, der auch für fantasievolle, andeutungsreiche musikalische Kommentare bei den Rezitativen sorgt, die keineswegs in er Mozart-Zeit verharren. Die alte Geschichte ist eben doch immer neu.
Der Standard, Daniel Ebner, 19. August 2015

Bregenzer „Cosi fan tutte“ im neuen Opernstudio machte Lust auf mehr
… Das Symphonieorchester unter Hartmut Keil stellte sich ganz in den Dienst der Sänger, wofür das Publikum viel Beifall zollte. …

… Sobotkas „Experiment auf allerhöchstem Niveau“ darf also insgesamt als geglückt bezeichnet werden. …

APA, 17. August 2015

Spielchen auf der Seitenbühne
Besser hätte das Opernstudio der Bregenzer Festspiele kaum starten können: In Jörg Lichtensteins schlüssiger Umsetzung von Mozarts „Cosi fan tutte“ hält das Publikum drei Stunden lang den Atem an – vor Begeisterung …

… Kaum hat Hartmut Keil dem Symphonieorchester Vorarlberg im Graben den Einsatz gegeben, beginnt auch oben ein raschelndes Hin und Her. Hektische Kostümwechsel, während als Bühnenmeister verkleidete Statisten Kulissen verschieben; …

… Jörg Lichtenstein inszeniert mit feinem Gehör für die Partitur: dazu gehört auch völlige Stille. Sein Regiekonzept garantiert grösstes Vergnügen bei angehaltenem Atem, so dass man nach mehr als drei Stunden am liebsten gleich noch „Don Giovanni“ gesehen hätte. Doch der folgt leider erst nächstes Jahr – als zweite Opernstudio-Produktion.

Thurgauer Zeitung, Bettina Kugler, 19. August 2015

Harte Schule der Musik-Liebenden
… Während der Prager Philharmonische Chor per szenisch geistreich und witzig eingesetzter Einspielung für entsprechende Komplettierung sorgt, fehlt nur noch der Mozart-Klang aus dem Graben. Dort spielt das Symphonieorchester Vorarlberg, das mit den Da-Ponte-Opern (man beachte das bisherige Repertoire) an sich keine Schwierigkeiten haben kann. Die Balance stimmt, kein Sänger wird überdeckt, Hartmut Keil hat sie alle bestens im Griff, kommt auch mit der eher trockenen Akustik im Haus zurecht, offenbart im Laufe des am Ende bejubelten Abends aber eine so weit uneinheitliche Tempobehandlung, dass das Klangbild zuweilen doch sehr leidet. Der Zukunft eines Opernstudios, das eine Aufgabe von Festspielen sein darf, steht diese harte Schule der Musik-Liebenden aber sicher nicht im Weg.
Vorarlberger Nachrichten, Christa Dietrich, 19. August 2015

Verwirrung der Gefühle und des Publikums
Der Publikumszuspruch beim Kartenverkauf und der Jubel nach der Premiere beweisen es: Mit dem neu gegründeten Opernstudio der Bregenzer Festspiele hat Intendantin Elisabeth Sobotka ins Schwarze getroffen. …

… Was die Musik und die jungen Sänger des Opernstudios betrifft, so blieben keine Wünsche offen. Dirigent Hartmut Keil leitete das Symphonieorchester Vorarlberg und die sechs Solisten nach allen Regeln der Kunst, keineswegs irgendeiner interpretatorischen Mode folgend, jedoch urmusikalisch und beglückend nah am Herzschlag Mozarts. …

Neue Vorarlberger Tageszeitung, Anna Mika, 19. August 2015

Pressestimmen Orchesterkonzert (Bregenzer Festspiele), Festspielhaus Bregenz, 9.8.2015

In drei Klangwelten gut aufgestellt
Wurde aber auch Zeit, dass zur Hälfte dieser so erfolgreichen Saison auch das Symphonieorchester Vorarlberg im großen Konzertreigen des Festivals aufgeigen darf. Niemand konnte zunächst ahnen, dass daraus dieses Ereignis werden würde. Das neben den bewährten Symphonikern seit 1988 hoch geschätzte zweite Festspielorchester nutzte gestern im Festspielhaus erfolgreich die Gelegenheit eines prominenten Matinee-Auftritts zur Demonstration seiner Stärken. Vor allem aber auch seiner Flexibilität mit drei total verschiedenen Besetzungen und Klangwelten. Dies gelingt immer dann besonders eindrücklich, wenn Chefdirigent Gérard Korsten seine überschäumende Begeisterung und Leidenschaft, seine Kompetenz ins Spiel bringt. …

… Zum umjubelten Star wird die kanadische Sopranistin Measha Brueggergosman (38), die bis jetzt erst einmal in Vorarlberg bei der Schubertiade aufgetreten ist. Ihr Charisma und den Zauber ihrer besonderen, dunklen Stimme entzündet sie an Richard Wagners „Wesendonck-Liedern“. …

Vorarlberger Nachrichten, Christa Dietrich, 10. August 2015

Strömend ruhig und kantig zugleich
… Fest steht, dass mit dem Orchesterwerk „Chinese Opera“ das Symphonieorchester Vorarlberg ein Meisterstück abgeliefert hat, denn es ist spieltechnisch wie musikalisch äußerst komplex. Gérard Korsten zeigte ein sauber erarbeitetes Dirigat, und die ausgewählten Musiker des Symphonieorchesters Vorarlberg (SOV), hauptsächlich Bläser und Perkussionisten sowie wenige Streichersoli, führten ihre Stimmen so gekonnt wie engagiert aus. …

… Mit der chinesischen Oper hat dieses Werk so gut wie nichts zu tun, es ist vielmehr eine Hommage an verschiedene prominente Regisseure der Zeit, deren Stil in entweder eher blockartigen Ballungen oder auch fließenden Klängen charakterisiert wird. Ein bisschen Oper also doch, wie auch beim an sich schon faszinierenden Auftritt der Sängerin Measha Brüggergosmann, einer farbigen Kanadierin und charismatischen Persönlichkeit. Sie sang mit dem nun anders, aber immer noch kammermusikalisch besetzten und äußerst feinsinnig musizierenden SOV Richard Wagners „Wesendonck-Lieder“ in der Fassung von Hans Werner Henze. …

… Ein wunderbares Programm optimal dargeboten, somit großer Jubel beim Publikum.

Neue Vorarlberger Tageszeitung, Anna Mika, 11. August 2015

Symphonieorchester Vorarlberg bei Festspielen in Höchstform
Das Symphonieorchester Vorarlberg (SOV) hat sich in der Sonntagsmatinee im Festspielhaus mit einem anspruchsvollen und kontrastreichen Programm neuerlich als beachtenswerter Klangkörper in die Bregenzer Festspiele eingebracht. Gerard Korsten, seit zehn Jahren Chefdirigent, und sein Ensemble präsentierten sich mit Werken von Peter Eötvös, Wagner und Brahms in Höchstform.

… Nach über zwei Stunden Matinee wurden Gerard Korsten und das Symphonieorchester Vorarlberg ausgiebig mit herzlichem Applaus bedankt.

APA, 9. August 2015

Pressestimmen Abokonzert 5 am 9./10. Mai 2015

Gut gelaunt in die Orchesterferien
Saisonschluss beim Symphonieorchester Vorarlberg – ein letztes Mal wurden beim 5. Abokonzert am Samstag im ausverkauften Montforthaus die Kräfte gebündelt für ein „finale grande“, das über den Sommer in Erinnerung bleiben sollte. Mit Chefdirigent Gérard Korsten am Pult, mit Mozart und Haydn und dem heimischen Trompetenstar Jürgen Ellensohn als glänzendem Solisten gelang das auch mühelos. …

… Das Konzert mit dem SOV ist nach längerer Zeit wieder der erste Auftritt im Land. Vielleicht nicht zuletzt deswegen hat Ellensohn das Trompetenkonzert Es-Dur von Johann Nepomuk Hummel gewählt, ein klassisches Standardkonzert auch bei Prüfungen, das den Solisten in vielfältiger Weise fordert. Genau diese spieltechnischen, klanglichen und interpretatorischen Feinheiten demonstriert Ellensohn in überlegener Weise auf seiner Es-Trompete, hoch musikalisch, mit Durchhaltevermögen, sensibler Phrasierung und großer Routine. …

… Orchester und Dirigent sind davor und danach gut aufgelegt und spielen quasi das „Rahmenprogramm“ klug disponiert, schlank und rhythmisch pointiert. …

Vorarlberger Nachrichten, Fritz Jurmann, 11. Mai 2015


SOV: Klassische Feinarbeit
… So traurig ist die Trauersymphonie dann doch nicht. Dirigent Korsten war es anzumerken, dass er seine Klassiker kennt. Das Orchester wirkte sehr gut vorbereitet, trug nie zu dick auf und verstand es, bei beiden Symphonien die „Verwandtschaftsbeziehungen“ hörbar zu machen. …

… Zwischen Mozart und Haydn präsentierte das Orchester zwei „Kinder der Klassikerväter“. Johann Nepomuk Hummels erfolgreiches Trompetenkonzert wurde vom neuen Feldkircher Professor Jürgen Ellensohn bestritten. …

... Ellensohn spielte tadellos, klangschön und mit brillanten Spitzentönen. …

… Dem Symphonieorchester war es anzumerken, dass es Spaß an den kammermusikalischen Meisterstückchen hatte. …

… Das Publikum dankte dem heimischen Klangkörper mit langem Applaus. Der Abend der klassischen Feinarbeit bereitete Freude.

Neue Vorarlberger Tageszeitung, Barbara Camenzind, 12. Mai 2015

Pressestimmen Abokonzert 4 am 6./7. April 2015

Das Symphonieorchester Vorarlberg zeigte großes Format
Das vierte Konzert der aktuellen Abonnementreihe des Symphonieorchesters Vorarlberg war ein besonderes musikalisches Ereignis, das vom Publikum mit begeistertem Applaus goutiert wurde. …
… Gerhard Schedls Orchesterwerk bildete eine gute Basis für das nachfolgende „Konzert für Orchester“ von Witold Lutoslawski. Diese Komposition nutzten die etwa 100 Musikerinnen und Musiker in voller Besetzung als Podium, um ihre Meisterschaft im Kleinen und im Großen auszuspielen. …
… Bruckners erste Symphonie fügte sich gut in den Rahmen des Konzertes. Auch in dieser Interpretation setzte sich die spieltechnische Raffinesse der Musikerinnen und Musiker fort. …

KULTUR, Silvia Thurner, 7. April 2015

Wo blindes Vertrauen herrscht
So viel Begeisterung um ein Stück neuer Musik am Ostermontag im Montforthaus! Es war mit dem „Konzert für Orchester“ des Polen Witold Lutosławski immerhin ein zeitloses Glanzstück moderner Orchesterliteratur. Es war aber auch die Art, wie das Symphonieorchester Vorarlberg und sein Chefdirigent Gérard Korsten damit umgegangen sind und dieses Werk zum Highlight ihres 4. Abo-Konzerts gemacht haben. Ein so toller Leistungsbeweis funktioniert überhaupt nur, wenn zwei sich blind aufeinander verlassen können, ein Dirigent, der das Orchester seit 20 Jahren kennt und seit 2005 als dessen Chef am Pult steht, und Musiker, die sein oft ausuferndes Temperament ebenso schätzen wie sein Qualitätsbewusstsein, das von ihnen das Letzte fordert. …
… Dennoch wirkt auch dieses selten gespielte Stück absolut glaubwürdig, vor allem auch, weil damit der international gegen seinen Willen oftmals als „Mozart-Spezialist“ abgestempelte Gérard Korsten zum wiederholten Mal beweisen kann, dass er auch Bruckner „drauf hat“. Und wie! …

Vorarlberger Nachrichten, Fritz Jurmann, 8. April 2015

Große Formation und stets „viele Noten“
… Die Freude nämlich darüber, dass das SOV ein fabelhaftes Landesorchester ist, das, so kann man mit Fug und Recht behaupten, gehobenen internationalen Ansprüchen gerecht wird. Zu loben ist weiters, dass endlich einmal wieder Musik des zwanzigsten Jahrhunderts von Komponisten jenseits Vorarlbergs gespielt wurde – zum Selbstverständnis der hiesigen Musikszene ist dies unerlässlich. …
… Und endlich sei hier dem Dirigenten Gérard Korsten eine Hymne gesungen, der großartige Probenarbeit geleistet hat, der den ganzen Abend bei diesen schwierigen Stücken eine vorbildhafte Schlagtechnik zeigte und der sein Temperament an das Orchester weiterzugeben verstand. …

Neue Vorarlberger Tageszeitung, Anna Mika, 8. April 2015

Montforter Zwischentöne, Montforthaus Feldkirch, am 28. Februar 2015

Beginnen mit Erinnern
… Gerard Korsten zeigte mit der Ouvertüre zu „Figaros Hochzeit“, dass er den forschen Mozartstil bevorzugt und rief nebenbei und auch beim Hineinhören in die schön zelebrierten Feinheiten Gedanken daran wach, dass das Orchester gemeinsam mit dem Landestheater demnächst die Opernproduktion der nächsten Spielzeit zu bestimmen hat. Gut, der „Figaro“ ist ein großes Stück, aber es würde sich wohl lohnen. Konzertmeister Pawel Zalejski punktete mit dem Violinkonzert in A-Dur…
Vorarlberger Nachrichten, Christa Dietrich, 28. Februar 2015


Glück der Wahl, Glück des Anfangs
… Das Symphonieorchester Vorarlberg, geleitet und moderiert von Chefdirigent Gérard Korsten, entführte die Zuhörer in die luziden Klangbögen des ewig jungen Meisters. Die Ouvertüre zu Figaros Hochzeit, der erste Satz aus dem A-Dur Violinkonzert und die kindlich-genialen Klänge aus Wolferls erster Sinfonie, die er als Achtjähriger schrieb: sie erklangen in dem schönen großen Saal wie eine Uraufführung. …
Neue am Sonntag, Barbara Camenzind, 1. März 2015


Von Sphärenharmonien und der Liebe
… dem Symphonieorchester Vorarlberg unter Gérard Korsten gelang eine wunderschöne Interpretation, lichtdurchflutet, präzise und sehr differenziert. Das ist umso höher zu bewerten, als zwischen den einzelnen Sätzen einiges andere eingeschoben wurde. Keine leichte Situation für die Musiker, die die Energie immer neu aufbauen müssen.
Neue Vorarlberger Tageszeitung, Anna Mika, 3. März 2015

Pressestimmen Premiere Oper Carmen, Landestheater Bregenz, am 27. Jänner 2015

Grenzgänge zwischen Liebe und Tod
… Alexander Drcar am Pult des Symphonieorchesters Vorarlberg geht „Carmen“ schon in der Ouvertüre mit dramatischer Verve an. Willig erfüllt er die Erwartungen an das beliebte Stück, lässt südländisches Temperament wetteifern mit französischer Melodik. Alles Zarte, Geheimnisvolle kommt zwar farbschön, doch sehr direkt (und laut) aus dem Graben: „Carmen ist eben auch musikalisch ein riesiger Stoff für das vergleichsweise kleine Haus des Landestheaters. …
St. Galler Tagblatt, Bettina Kugler, 29. Jänner 2015


Eine „Carmen“ mit Tatoos
… Die Formsprache der Inszenierung ist reduziert. Dies kommt der musikalischen Darbietung sehr entgegen. …
… Sehr viel Applaus erntete das Symphonieorchester Vorarlberg unter Alexander Drcar; besonders gefiel auch Mara Mastalir als Micaela.

Der Standard, Nicole Wehinger, 30. Jänner 2015


Kanonen im Anschlag
Das Vorarlberger Landestheater ist ein reines Sprechtheater. Eigentlich. Aber einmal im Jahr wagt sich die Bühne in Kooperation mit dem Symphonieorchester Vorarlberg an eine Oper. Dieses Jahr war es die „Carmen“. …
… Mag auch die Inszenierung flach und bemüht wirken, so gestaltet Alexander Drcar mit dem Symphonieorchester Vorarlberg im kleinen Orchestergraben sehr farbig, pointiert und inspiriert, mit feinen Soli in den Bläsern und Streichern, spritzigem Schlagwerk und atmosphärischen Stimmungen in den Zwischenspielen. Das gleicht manche Unglaubwürdigkeit wieder aus.

Schwäbische Zeitung, Katharina von Glasenapp, 28. Jänner 2015


Mit kaum inspirierendem Spießerblick
… Wie seit rund 25 Jahren war das Symphonieorchester Vorarlberger der Partner des überwiegend als Sprechtheater fungierenden Kulturunternehmens. Nach seinem Debüt mit Verdis „Rigoletto“ im vergangenen Jahr stand wiederum Alexander Drcar am Pult. Neben geradezu wunderbar kompakten Ensemblestellen (beispielsweise im 2. Akt) ergibt die Reduzierung der Farbigkeit, die zum Teil auch der Akustik im kleinen Raum geschuldet sein mag, mitunter ein beinahe monotones Klangbild, lyrische Passagen kommen zu selten zur Wirkung.
Vorarlberger Nachrichten, Christa Dietrich, 29. Jänner 2015

Pressestimmen Abokonzert 3 am 16. Jänner 2015

Symphonieorchester auf „Ungarnreise“

… Einer von ihnen ist Zoltán Kodály, dessen „Tänze aus Galánta“ das erste Werk des Programmes bildeten, das das SOV am Wochenende seinem Abonnementpublikum bot- 1933 uraufgeführt, ist dieses Stück, im Gegensatz zu anderen Stücken von Kodály recht traditionell. Hinreißende Melodik und impressionistische Klangfarben schmeicheln dem Ohr und den Orchestermusikern winkt so manches attraktives Solo, etwa er Klarinette, fabelhaft geblasen von Alex Ladstätter. …

… Várdai folgte den weiträumigen melodischen Linien des Konzertes mit faszinierender Hingabe, einer inwendigen Musikalität und einem wundervollen Klang. Das begeisterte Publikum am Freitagabend im Montforthaus Feldkirch erklatschte sich gleich zwei Zugaben. ….

… Kraftvoll und dennoch elastisch klang das hervorrang disponierte SOV; und ein Ereignis für sich war der gänzliche Schlussakkord der Symphonie – er entließ den Zuhörenden in eine neue Welt.


Neue Vorarlberger Tageszeitung, Anna Mika, 20. Jänner 2015



An die Grenzen geraten

… Für die authentische Umsetzung des Themas war der junge ungarische Dirigent Zsolt Hamar engagiert. Am Pult macht er einen eleganten Eindruck, ist mit klaren Zeichen vor allem um Präzision bemüht und bringt als Visitenkarte zum Einstand das glänzende Orchesterporträt „Tänze aus Galánta“ von Zoltán Kodály mit den inspiriert mitgestaltenden Musikern recht gut über die Runden. Der heimische Klarinettist Alex Ladstätter hat in zwei exponierten Soli, die er glutvoll und mit fabelhafter Musikalität ausführt, seinen großen Auftritt. …

… Der begeisterte Beifall gilt dann vor allem dem sympathischen Solisten, der sich mit einer spanischen Zugabe und einem Satz aus der ersten Solosuite von Bach bedankt und damit nach Deutschland führt. …


Vorarlberger Nachrichten, Fritz Jurmann, 19. Jänner 2015

Eröffnungskonzert Montforthaus Feldkirch am 2. Jänner 2015

„Weihe“ des neuen Hauses

… Dem Symphonieorchester Vorarlberg unter seinem Chefdirigenten Gérard Korsten kam die Ehre zuteil, das erste Konzert im neuen Haus zu geben. …

… Die Programmfolge des Abends war definitiv auf den Anlass abgestimmt, weniger folgte es musikalischen Notwendigkeiten. Die Ouvertüre „Die Weihe des Hauses“ lag vom Titel her nahe. …

… Die international tätige, in Vorarlberg bereits durch mehrere Auftritte bekannte Pianistin Claire Huangci hat sich der Aufgabe gestellt, dieses Konzert einzustudieren und spielt es mit bewunderungswürdigem Elan und großer Hingabe. …

Richard Strauss‘ Tondichtung „Also sprach Zarathustra“ war sicher gewählt worden, um die klanglichen Möglichkeiten des Saales ins rechte Licht zu rücken, bietet sie doch alles, vom größten Pomp inklusive Orgel bis zum zartesten Violinsolo. Letzteres spielte Pawel Zalejski wunderschön, und das gesamte SOV zeigte, bestens geführt von Gérard Korsten, seine große Klasse.


Neue Vorarlberger Tageszeitung, Anna Mika, 4. Jänner 2015



Obwohl hier keiner mehr zu krönen ist

… Das erste große Konzert dem Landesorchester zu überlassen, das damit an eine der früheren Wirkungsstätten zurückkehrte, ist eine hervorragende Entscheidung. …

… Sein Klavierkonzert weist Andergassen als sehr kompetenten und auch mutigen Orchestrierer aus. Nach einem Satz, der seinen Blick auf Puccini, Brahms, Humperdinck etc. erkennen lässt, lotet er einerseits die Möglichkeiten aus, vor allem Liedhaftes ebenso wirken zu lassen, wie die Virtuosität der jeweiligen Solisten. Claire Huangci geht kraftvoll auf dieses Angebot ein und offeriert ungemeine Spannung. …

… SOV-Dirigent Gérard Korsten punktet mit Temperament. …

… Die akustische Ausstattung eines Saales ist damit ebenso messbar wie die Besetzung des Orchesters für das die Bühne keinen Zentimeter kleiner sein dürfte und das die Aufgabe mit viel Präzision und hervorragenden jeweiligen Solisten sowie Konzertmeister Pawel Zalejski zuzuschreibenden Momenten löste. Da braucht es keine Zugabe, die Dankesworte des Dirigenten mischten sich in den Publikumsjubel.


Vorarlberger Nachrichten, Christa Dietrich, 3. Jänner 2015

Pressestimmen Abokonzert 2 am 20. November 2014

Von Melancholie bis Blödelei

Der Erfolg des aktuellen Auftritts des SOV liegt nicht nur an einer Uraufführung.

Wollte man das Konzert des Symphonieorchesters Vorarlberg im Bregenzer Festspielhaus kürzestmöglich zusammenfassen, man müsste sich wohl mit Ausdrücken wie herrlich, traurig, schön und dabei gleichzeitig so lustig und verspielt behelfen. Wie das? Nun, das erklärt sich wohl am besten anhand des musikalischen Kernstücks des Abends: Georg Breinschmids „Promenade“. Die Auftragskomposition des Symphonieorchesters Vorarlberg wurde in Bregenz uraufgeführt und gebührend bejubelt. …

… Seine Promenade hebt ganz sachte webend, beinah zart, an. Bis sie langsam aufdrehen, die Musiker des Sonus-Brass-Ensembles, die in diesem Stück mit dem Orchester und Georg Breinschmid höchstpersönlich am Kontrabass durch die Musik flanieren. …

… Wenn die drei weiteren Werke nun auch wie reine Klammern für Breinschmids „Promenade“ erscheinen, wäre ihnen Unrecht getan. Denn auch sie demonstrierten, wie harmonisch Musik die Grenzen zwischen Ernst und Fröhlichkeit aufzuheben vermag. …

Vorarlberger Nachrichten, Veronika Fehle, 22. November 2014



Eine vergnügliche Promenade

… Das Orchester und sein Dirigent sowie die formidablen fünf Herren von Sonus Brass gaben der Uraufführung des Werkes für Brass Quintett und Orchester Farbigkeit und Glanz. Als sich die beiden Trompeter Stefan Dünser und Attila Krako ein grimmig-komisches Duell lieferten, der Komponist am Kontrabass in den Solopassagen klang, als würde er eine Hommage an den Amerikaner Rob Wasserman spielen und die handwerklich gut umgesetzte Orchestrierung von Tscho Theissing das geschulte Ohr erfreute, wurde klar: Völlig egal, in welche Schublade diese Musik gehört. Sie ist ganz einfach lustig und gut. …
… Klangvoll-schwungvolle Meriten erwarb sich das Vorarlberger Symphonieorchester jedoch mit Francis Poulencs Sinfonietta. Präzise Tempiwechsel, wunderbare Farben in den tiefen Streichern und ein gemeinsamer Atem, der dem französischen Witz und Esprit des Werkes zugute kam, rundeten den unterhaltsamen Abend im Festspielhaus ab.


Neue Vorarlberger Tageszeitung, Barbara Camenzind, 22. November 2014

Pressestimmen Abokonzert 1 am 19./20. September 2014

Eindrucksvolle Finesse und Wucht zur Saisoneröffnung

… Als erstes erklingen fünf Lieder, die Gustav Mahler auf Texte des Dichters Friedrich Rückert geschrieben hat. Stella Doufexis gestaltet sie wunderschön. In „Blicke mir nicht in die Lieder“, das Mahler sich „sehr lebhaft“ vorgestellt hat, entfaltet sich ihre Stimme schlank und klar. Ihre makellose Intonation verschmilzt mit einer gepflegten Artikulation, und ihre musikalische Rhetorik ist von großer Leichtigkeit. …

… Kirill Petrenko führt seine außerordentlich engagiert aufspielenden Musiker mit beeindruckender Souveränität, mit resoluter Energie, absoluter Übersicht und mit der Ausbreitung eines Klangfarbenreichtums sondergleichen durch das aufwühlende Geschehen. Die Bravorufe und der begeisterte Beifall der gut 600 Konzertbesucher verebben im Franziskaner erst nach mehr als fünf Minuten.


Südkurier, Gunter Faigle, 22. September 2014



Mahler als Magier der Orchesterfarben erlebt

… Der Eindruck, den das Symphonieorchester mit seinem Mahler-Konzert erweckte, war gigantisch. Liedgut und a-Moll-Sinfonie waren zu hören. Dirigent Petrenko erwies sich als Experte, der stringent die Umsetzung der Ausdrucksformen des Komponisten forderte. …

… Mit viel tiefem Empfinden gelang so die Begleitung der Rückert-Lieder, die durch beseelte Interpretationskraft der Solistin gewann. Obwohl im Vortrag schlicht, gelang Stella Doufexis eine überzeugende Wiedergabe. Das feine Timbre ihres Mezzo-Soprans vermittelte ein breites Spektrum an Empfindungen. Bewundernswert waren klare Aussprache und sensitive Text-Nähe, die besonders bei „Um Mitternacht“ und „Ich bin der Welt abhanden gekommen“ zur Geltung kamen. …

… Die Anforderungen an ein Orchester durch den egozentrischen Komponisten waren enorm. Weit über 100 Mitglieder zählte das Vorarlberger Ensemble. … Das gesamte Orchester folgte den Vorgaben des Dirigenten, hielt 85 Minuten das explosiv geladene Werk durch, ließ Register präzise hören und überreichte gekonnte solistische Einzelleistungen (zum Beispiel Konzertmeister oder Holzbläser). …


Schwarzwälder-Bote, Siegfried Kouba, 22. September 2014



Der Vorarlberger aus Sibirien

… In Bregenz war diesmal die Mezzosopranistin Stella Doufexis die Glückliche: Sie konnte zum Auftakt des Abends in den Rückert-Liedern weite, schwebende Bögen spannen, das Zarte und Liebliche kultivieren – in inniger Harmonie mit den Solobläsern. …

… „Es ist ein Vergnügen mit diesem Orchester zu arbeiten“, sagt er über die Vorarlberger. 2008 hat er mit ihnen den ganzen Mahler in Etappen angepackt. Es ist auch ein Vergnügen, ihm dabei zuzusehen: Wie er den Klang seiner Vorstellung voraushört. Wie er Details deutlich zeigt, statt sich im Ungefähren zu ergehen. Wie er Tragik und Schönheit modelliert: ohne Posen. Als sei es gigantische Kammermusik. Dieses Hörerlebnis nur ein „Vergnügen“ zu nennen – darüber würde der Vorarlberger aus Omsk wohl ratlos den Kopf schütteln und schüchtern lächeln.


St. Galler Tagblatt, Bettina Kugler, 24. September 2014



Auch Bedrückendes beglückt

Man hat selten erlebt, dass Menschen nach einem so bedrückenden Werk wie Gustav Mahlers Symphonie Nr. 6, der „Tragischen“, so beglückt waren, mitgerissen von einer Interpretation, mit der der charismatische Kirill Petrenko (42) dem gemeinsamen Zyklus „Mahler 9 x 9“ mit dem Symphonieorchester Vorarlberg ein neues Glanzlicht aufgesetzt hat. Mit einem Höchstmaß an Disziplin, Spannung und Konzentration wurde dieser Abend am Samstag im Festspielhaus zum musikalischen Großereignis. …

… Den fünf Rückert-Liedern zu Beginn verleiht die aparte Stella Doufexis die Ausstrahlung ihrer Persönlichkeit und die Wärme ihres kostbaren Mezzosoprans, den sie dank subtiler Begleitung nie zu forcieren braucht. …


Vorarlberger Nachrichten, Fritz Jurmann, 22. September 2014


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