Symphonieorchester Vorarlberg
 
Konzert 4 (Br/Fk) | Konzert 2 (Bw)
Alexander Drčar | Dirigent
August Zirner | Erzähler
„Das Jahr 1913“
Max Reger: Vier Tondichtungen nach Arnold Böcklin op. 128
Igor Strawinsky: Le Sacre du Printemps
Abo Bw: Ostersonntag, 31. März 2013, 20.00 Uhr | Angelika-Kauffmann-Saal Schwarzenberg | Karte
Abo F1 | F2: Ostermontag, 1. April 2013, 19.30 Uhr, Festspielhaus Bregenz | Karte
Abo B: Dienstag, 2. April 2013, 19.30 Uhr, Festspielhaus Bregenz | Karte


Alexander Drčar
Vor genau hundert Jahren, am 29. Mai 1913, ereignete sich im Théâtre des Champs-Élysées in Paris einer der grössten Skandale der Musikgeschichte. Während der Uraufführung des Balletts Le Sacre du Printemps (Die Frühlingsweihe) des jungen russischen Komponisten Igor Strawinsky entwickelte sich eine Saalschlacht in der einander Gegner und Befür­worter erbitterte Gefechte lieferten. Man kann den Besuchern dieser Veranstaltung ihre Reaktion kaum übel nehmen, denn eine derartige Musik, derartige Klänge und Harmonien, vor allem aber derartig komplexe Rhythmen waren bis zu diesem Zeitpunkt noch nie zu hören gewesen.

Ist dieser Skandal für unsere Ohren noch nachvollziehbar? Wie wirkt diese Musik nach Jazz, Pop, Rap, Hiphop und Worldmusic auf uns? Ist es möglich, sich in das Pariser Publikum von 1913 hineinzuversetzen? Warum verwendet auch heute noch jeder Komponist von Filmmusik Elemente aus diesem Stück? Und warum ist Sacre auch hundert Jahre nach seiner Uraufführung noch immer so schwierig zu spielen? Diesen und ähnlichen Fragen wollen der Schauspieler August Zirner und der Dirigent Alexander Drčar auf den Grund gehen.

Ebenfalls 1913 uraufgeführt wurde die spätromantische Böcklin-Suite von Max Reger, allerdings ganz ohne Skandal. Reger war im Gegensatz zu Strawinsky ein Komponist, der die romantische Tradition und deren harmonische Strukturen bis zu einem Punkt ausgeweitet hat, an dem es auf diese Art nicht mehr weitergehen konnte. Etwas radikal Neues musste her. Wie Arnold Schönberg. Oder Jazz. Oder aber Strawinskys Sacre.


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